Photovoltaik und OPV

Paradigmenwechsel und bahnbrechende Technologien gehen in der Regel mit einem Generationswechsel einher. Ein solcher Wechsel ist in der heutigen Entwicklung der Photovoltaik zu beobachten, wo die organische Photovoltaik (OPV) radikal neue Anwendungen in der Unterhaltungselektronik schafft. Das Einfangen von künstlichem Licht in Innenräumen kann genutzt werden, um kabellose Elektronik mit Strom zu versorgen. Die Flexibilität der neuartigen Module ermöglicht zudem auch im Außenbereich das Anbringen an geometrisch anspruchsvolle Untergründe. Einen entscheidenden Beitrag zu diesen Fortschritten hat die Weiterentwicklung von Klebetechnologien geleistet. Panacol begleitet diese Entwicklungen durch die Bereitstellung von innovativen Hightech-Klebstoffen, die individuell auf die entsprechende Kundenanwendung angepasst werden können.

Die Ansprüche an Klebstoffe gehen heutzutage weit über die einer strukturellen Verklebung hinaus und bewirken beispielsweise, dass Klebstoffe Bauteile ersetzen oder deren Performance verbessern können. In den letzten Jahren hat Panacol erfolgreich eine Reihe von multifunktionalen Klebstoffen für den Photovoltaikbereich und für Anwendungen in der flexiblen Elektronik entwickelt. Für Photovoltaik-Anwendungen bieten diese Klebstoffe eine höhere Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, Kompatibilität zum PV-Material sowie eine gute Haftung. Neue leitfähige Klebstoffe kleben und schützen effizient elektrische Verbindungen für SMD-Komponenten auch in flexiblen Aufbauten.

In allen Fällen sind die spezifischen Anforderungen der Anwendung Schlüsselfaktoren, die bei der Auswahl des Klebstoffs zu berücksichtigen sind. Erhebliche Vorteile lassen sich erzielen, wenn Bauteildesign, (UV-)Klebstoffeigenschaften und Aushärtungsprozess optimal aufeinander abgestimmt sind. Prozesse mit hohem Durchsatz wie beispielsweise Rolle-zu-Rolle Verfahren, sind sehr effizient, was die Gesamtbetriebskosten senken kann. Die Anforderungen an den Klebstoff wie zum Beispiel Fließeigenschaften, können auch an dieser Stelle modifiziert und somit dem Applikationsverfahren angepasst werden.

Aufgrund der raschen Entwicklung auf diesem Gebiet, gibt es bei der Herstellung von OPV nur sehr wenig Standardisierung. Um die ständige Weiterentwicklung zu unterstützen, müssen Klebstoffe modifiziert oder entwickelt werden, die dem spezifischen OPV-Design, Materialien und Prozessen gerecht werden. Panacol hat diesen Bedarf antizipiert und ist in der Lage, mit den Herstellern zusammen Anpassungen von Klebstoffen flexibel durchzuführen.

Klebstoffe für OPV Fertigung

Zur Versiegelung der empfindlichen OPV-Module werden Klebstoffe auf die Barrierefolie aufgetragen.

In den folgenden Tabellen finden Sie eine Auswahl von Panacol-Klebstoffen, die für die OPV- und Photovoltaikherstellung geeignet sind. Andere Produkte oder kundenspezifische Lösungen sind auf Anfrage erhältlich.

Technische Datenblätter können durch Klicken auf den Klebstoffnamen heruntergeladen werden.

Klebstoff Viskosität[mPas] Basis Aushärtung* Eigenschaften
Vitralit® E-VBB-1 1.300-1.600 ( Rheometer, 25 °C, 10s^-1) Acrylat UV/VIS Ausgezeichnete Schälfestigkeit
Optisch klar
Außergewöhnlich flexibel
Hervorragende Dehnung
Feuchtigkeitsbeständig
CMR-frei
Vitralit® UD 1410 1.500 - 2.000 (Rheometer, 25 °C, 10s^-1) Epoxid UV/VIS/Thermisch Sehr gute Benetzungseigenschaften
Hohe Glasübergangstemperatur
Elektrisch isolierend
Sehr flexibel, niedriger WVTR-Wert
Vitralit® UH 1411 6.000 - 7.000 (Rheometer, 25 °C, 10s^-1) Hybrid UV/VIS Sehr flexibel, niedrige WVTR (Water Vapour Transmission Rate)
Sehr hohe Haftung auf PV Materialien und Barrierefolien
Structalit® 3060-1 7.000-10.000 (Rheometer, 25 °C, 10s^-1) Epoxid thermisch hohe Flexibilität;
sehr kurze Härtungszeit;
hohe Ionenreinheit (< 10 ppm);
sehr gute Haftung auf vielen Substraten
Elecolit® 3647-1 n.n. Epoxid thermisch Sehr flexibel, lösemittelfrei
Elektrisch leitend
Wärmeleitend
Elecolit® 3648 10.000-15.000 (Rheometer, 10s^-1) Epoxid thermisch Sehr flexibel, lösemittelfrei
Elektrisch leitend
Wärmeleitend
Snap Cure
Aushärtung mittels Thermode möglich